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Die Kurdische Küche

Bei den Kurden sind die Rahmenbedingungen rund um das Thema “Essen & Kochen” seit jeher besondere gewesen:

Geographisch gesehen liegt das Gebiet Kurdistan im Zwischenstromland Mesopotamien und gilt als Kornkammer der gesamten Region, die an Vielfalt an Gewürzen, Obst & Gemüse in jeder Hinsicht beeindruckend ist. Gekocht und gegessen werden viel Gemüse, Fleisch und Getreide. Beliebte Gemüsesorten sind Melanzani, Zucchini, Tomaten, grüne Bohnen, Gurken, Oliven, Paprika und Bamya (Okraschoten). Da die Mehrheit der Kurden von der Landwirtschaft lebt, gehören Milchprodukte wie Käse und Joghurt ebenfalls zu den Grundnahrungsmitteln. Zum Essen wird meistens das Buttermilch-ähnliche Getränk Mastew (mit Wasser verdünntes Joghurt) gereicht.

Im Falle der Kurden gilt es noch zwei weitere wichtige Punkte zu berücksichtigen: die Zeit und die bunte Kulturenlandschaft.
Einerseits beeinflussten sich die aneinander gelegenen Kulturkreise wie beispielsweise die der Assyrer, der Griechen, der Perser, der Armenier, der Araber kulinarisch gesehen – gerade durch diese unterschiedlichen Einflüsse ist es nahezu unmöglich die kurdische Küche als solche klar ein- und abzugrenzen, vielmehr kann man von einer Art bunten Synthese zwischen den einzelnen Küchen sprechen. Andererseits ist es gerade in Bezug auf die kurdische Küche essentiell den Faktor Zeit kulinarisch miteinzuberechnen: für Kurden war alles rund ums Essen & Kochen ein Fixpunkt im sozialen Miteinander – man kocht, isst und feiert und das alles ganz ohne Zeitdruck!